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Der Basset Hound

ist ein niederläufiger Hund mit beträchtlicher Substanz, ausgewogen, voller Qualität. Es ist wichtig, dass man sich daran erinnert, dass dies ein, aus alten Blutlinien hervorgegangener zuverlässiger  Laufhund ist, der mit seiner Nase jagt, der Meuteverhalten und eine tiefe Stimme besitzt. Um diesen Anforderungen entsprechen zu können, soll er kräfitg, aktiv und fähig zu großer Ausdauer im Feld sein, sowie gelassen, niemals aggressiv oder ängstlich; anhänglich. (FCI-NR. 163) “…weitmäulig, scheckig, und ihr Kopf behangen mit Ohren,  die den Tau vom Grase streifen; Krummbeinig, wammig, wie Thessaliens Stiere; Nicht schnell zur Jagd, doch ihrer Kehlen Ton folgt auf einander wie ein Glockenspiel. Harmonischer scholl niemals ein Gebell zum Hussa und zum frohen Hörnerschall…” Ein Sommernachtstraum, 4. Akt, 1. Szene
von den Waldelfen
Basset Hounds aus Leidenschaft (seit 2010)
Verschiedene Quellen besagen, dass Normannen bei der Eroberung von Britannien für die Jagd Hunde vom Festland mitbrachten. Diese Hunde sollen kurzbeinig, kräftig und scheckig gewesen sein, was natürlich auf die Vorfahren unserer Basset aus Frankreich hinweisen könnte, der großen Familie der franz. Laufhunde. Diese Hunde in ihren verschiedenen Größen, Farben und Zuchtlinien sind jedoch leider zum Großteil in Vergessenheit geraten und oft nur durch Zufall in den Chroniken Adeliger oder in Familienarchiven fürstlicher Jäger noch zu finden. Bizarr und grotesk schreit die Mehrheit der Betrachter beim Anblick eines Basset Hound, aber der Kenner wird schmunzeln, denn er erkennt in diesem Körperbau gerade eine in Jahrhunderten gereifte Rasse. Basset d´Artoise, Basset de Normandie, … Rassen die Unruhen und Kriege überstanden haben. Im 19. Jahrhundert in England durch Einkreuzung des Chien de St. Hubert (Bloodhound) zum Basset Hound veredelt.

1957 Basset Hounds „vom Herzogtum Jülich“

Frau Mitzel Droemont legte den Grundstein für die Basset Hound Zucht in Deutschland.

1967 Gründung des Basset Hound Club von Deutschland e.V.

1971 Basset Hounds “Ma-La-Ge-La”

Der erste Basset Hound Wurf der DDR fiel In Ostberlin bei Familie Laske. Diese war eigentlich als Chow-Chow Züchter über die Grenzen hinweg bekannt, als sie aus Polen die Elterntiere importierten. Dem “Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter” (VKSK) gehörten zur damaligen Zeit die Basset Hounds an, was sich jedoch bald änderte. Als das staatliche Komitee für Forstwirtschaft, Oberste Jagdbehörde, Zentrale Zuchtleitung Laika, Basset und Beagle des Ministeriums für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft die Regentschaft übernahm. Die Jäger, Waidgenossen der DDR wurden in Folge dessen verpflichtet Jagdgebrauchshunde in ausreichender Zahl abzurichten, um eine weidgerechte Jagd ausüben zu können: “Keine Jagd ohne Leistung geprüften Jagdgebrauchshund” Viele Jahre erfolgte die züchterische Betreuung der Basset Hounds direkt durch die zentrale Zuchtbuchstelle der DDR in Halle. Im Interesse der konsequenten jagdlichen Zuchtorientierung und der Sicherung der jagdlichen Leistungssteigerung erfolgte 1982 die Bildung der “Zuchtleitung Laufhunde” bei der zentralen Zuchtbuchstelle, von der die Bassets und die slowakischen Bracken betreut wurden. An der Spitze der Zuchtleitung stand die passionierte Vorstehhund Liebhaberin Liselotte Herz. Sie sah die ersten Basset Hounds 1972 auf einer Jagdhundeausstellung. Aber erst 1977 konnte Liselotte Herz ihren ersten Basset Hound ihr eigen nennen: Clementine aus dem Wildwasser, aus der Zucht von Rohmisch, in dessen Besitz sich der einzig angekörte Hund von Laskes befand. Weitere Zuchttiere hatte Rohmisch seinerzeit aus dem bundesdeutschen Zwinger “vom Herzogtum Jülich” importiert.  Zu einem anderen Züchter der ersten Stunde in der DDR gehörte Heidemarie Zäpernick mit dem Zwinger “vom Kranichsee” Der Basset Hound war auch in der DDR ein Außenseiter in Jägerkreisen, sein Äußeres und der Charakter trugen aber schnell mit dazu bei, dass diese neue Rasse viele Liebhaber unter den Nichtjägern fand. Schwarzzüchter erkannten sehr schnell die Marktlücke. Horrende Preise und Schwarzzuchten bewirkten, dass in der DDR sehr wenig erfahrene Hundeführer den Basset in der Jagdpraxis führten, so dass die Gefahr bestand, dass der ausgezeichnete Jagdwert dieser Rasse immer mehr verdrängt wird. Die politische Isolierung bereitete natürlich auch den Basset Hound Züchtern viele Probleme, waren doch Deckakte nur mit den im sozialistischen Ausland stehenden Tieren möglich. Da die Zuchtordnung für beide Zuchttiere jagdliche Leistungsprüfungen forderte, beschränkten sich die Auslandsdeckakte vor allem auf Hunde der damaligen Tschechoslowakei, wo ebenfalls Leistungszucht betrieben wurde. Immer wieder fanden Importe aus der BRD den Weg in die DDR und trugen dazu bei, ein recht gutes Niveau zu halten, das die DDR-Züchter in den VDH mit einbrachten. Auszug BHC Jahrbuch 2007/ Hans Joachim Swarovsky

1994 Gründung: BHC Deutschland e.V./ Landesgruppe 9

weitere Vertretungsberechtigte Vereine:

Basset Hound Freunde von Deutschland e.V. Österr. Basset und Laufhunde Club
50 Jahre BHC DEUTSCHLAND e.V. 1967-2017 BHC LG9 BHC Landesgruppe 9 seit 1994 Co Therapeut  	Helfer auf 4 Pfoten seit 2010